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Warum land art im Mondseeland?

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„Mondsee Land Art“
Ein herausragendes Beispiel für ein LEADER-Kulturprojekt

(von Thilde Lichtenauer-Kranich)

Das Konzept für „Mondsee Land Art“ entwickelte eine Gruppe von kulturschaffenden bzw. kulturbewussten Persönlichkeiten (die Künstlerin Inge Dick und ihr Mann Rolf, das Ärztepaar Dr. Palzinsky, Mag. Nicolette Waechter - die Besitzerin des Mondsees, das Ehepaar Notar Dr. Sammern), die im Raum Mondsee leben und arbeiten.

Es gelang, vier Besitzer dazu zu bewegen, für die Kunstprojekte kostenlos fünf Grundstücke zur Verfügung zu stellen (Ehepaar Nick, Ehepaar Gaderer, Nicolette Waechter, das Land Oberösterreich, die Gemeinde Mondsee)

Die Kulturinitiative beauftragte Kuratoren und eine Expertenjury für die fünf ausgewählten Standorte Künstler aus dem EU-Raum zu finden, die sich einem Wettbewerb stellen und Entwürfe vorlegen würden. Das Echo war enorm. 227 Künstler aus neuen Nationen reichten Projekte ein, aus denen die Jury ihre Wahl traf.

Fünf der sechs Projekte wurden bereits realisiert:

„Stoneline“ des New Yorker Künstlers Richard Nonas liegt auf einem Hügel in der Nähe des Hotels „Seehof“, in Loibichl, Gemeinde Innerschwand. Nonas: „Es ist die Aufgabe der Skulptur, unseren rastlosen Blick einzufangen bzw. die Welt so zu verfremden, dass wir sie sehen“. Erstpräsentation: 09.06.1999

Die Steinplastik „Phyllotaxis Irrsee“ von Sjoerd Buisman aus Holland nimmt auf die Buchten und Halbinseln des Sees Bezug. Erstpräsentation: 01.08.1999

Von Benoit Tremsal, Frankreich, stammt die „Gekippte Fläche“ am öffentlichen Badeplatz Zell am Moos, mit der er einen bewussten Eingriff in die Natur setzt. Das Werk will das Verhältnis von Kultur und Natur aufzeigen. Die Natur passt sich dem vom Menschen gestalteten neuen, künstlichen Lebensraum an, sie mutiert. Erstpräsentation: 02.10.1999

„3-D Strukturen“ betitelt Daniel Zimmermann, Schweiz, seine Installation an der Birkenallee unterhalb des Kulturzentrums „Höribachhof“ in St. Lorenz. In den 3D-Betrachtern erblickt man ein Foto einer Installation aus 1999: 10.000 Holzleisten wurden zu einer komplexen Struktur aufgelegt. Die Holzleisten beschreiben als Natur-Mensch-Produkt urbane Bedürfnisse. Blickt man durch den 3D-Betracher, wechselt die Wahrnehmung in einen anderen Zeitraum. Erstpräsentation: 17.10.1999

Das „Sehzeichen“ der Wiener Künstlerin Marianne Maderna liegt in der Ortschaft See am Ausfluss des Mondsees verankert. Die silbrig glänzende Metallskulptur lädt den Betrachter ein, „die in diesem Naturraum bewusst gesetzte neue Sehperspektive zu ergründen“. Erstpräsentation: 30.09.2001 (Zur Zeit leider nicht zu besichtigen, da durch Vandalismus schwer beschädigt.)

Mit diesen Arbeiten bietet die Region Mondsee einen besonderen Anziehungspunkt für ein kunstinteressiertes Publikum und bekundet hiermit Präsenz in der Gegenwartskultur.

 

In der Jurysitzung vom 13.02.2004 ging es um das sechste und somit letzte Projekt das verwirklicht werden soll. Die Entscheidungsträger haben sich für das Projekt von Karl-Heinz Klopf „EIN MAL VIERZIG“ entschieden. Das Kunstwerk soll an der Seepromenade realisiert werden. Klopf: „Es geht mir hier in erster Linie nicht darum ein Objekt der Betrachtung auf einem Stück Land zu situieren, sondern die Fussgänger zu einer Bewegungsänderung, zu einer anderen Raumposition zu inspirieren. Es besteht die Möglichkeit einen Weg abzuschreiten, der eine neue Perspektive auf eine bekannte Situation wirf.“ Es soll bis Sommer 2004 fertiggestellt werden.

Sollte es aus irgendeinem Grund Probleme bei der Realisierung geben, schlägt die Jury vor, den Entwurf den zweitgereihten Osamu Nkajima auszuführen

Geladene Künstler:  
Joachim Bandau (D)
Gabriele Berger (A)
Michael Kinzer (A)
Karl-Heinz Klopf (A)
Osamu Nakajima (J)
Leo Zogmayer (A)

Jurymitglieder:
Dr. Peter Assamnn
Mag. Carl Aigner
Inge Dick
Osr. Anne-Lu Ilse Wenter
Ing. Richard Kothmaier

Jurybegründung:
Alle eingereichten Projekte hatten ihren sehr eigenen Charakter und ein überaus hohes künstlerisches Niveau. Die Jury hat sich für das Projekt „EIN MAL VIERZIG“ von Karl-Heinz Klopf entschieden, da es sich insbesonders durch folgendes auszeichnet:

· Die intensivste Bezugnahme auf den Platz.
· Es reiht sich am besten in die schon realisierten Land Art Projekte ein.
· Von allen Arbeiten hat es am präzisesten einen neuen Ansatz formuliert.
· Außerdem überzeugte es alle Jurymitglieder in ästhetischer Hinsicht.

 

Standorte der bereits verwirklichten Projekte:


1. Stoneline, Gespräch mit den Bergen, von Richard Nona. Abfahrt von der B 152 bie Seehof auf den Güterweg Seehof
2. Phyllotaxis Irrsee, von Sjoerd Buisman. Abfahrt von der B 154 bei Irrsee West, nach dem Kastenwirt zum Westufer des Irrsees, auf der Anhöhe rechts.
3. Gekippte Fläche, von Benoit Tremsal. Öffentlicher Landesbadeplatz in Zell am Moos
4. 3-D Strukturen, von Daniel Zimmermann. Abfahrt von der B 154 bei der Birkenallee unterhalb des Höribachhofs in St. Lorenz, neben dem Badeplatz.
5. Sehzeichen, von Marianne Maderna. Abfahrt von der B 154 in der Ortschaft See. Blick von der Brücke über die Mondseeache auf den See.

 

 

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Die Firma Lexiter Technologieberatung GmbH freut sich, das Projekt MONDSEE LAND ART durch die Zurverfügungstellung von Webspace und Dienstleistungen unterstützen zu können.

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